Idaho - USA - Prärie und hohe Berge

Im Schatten der Rocky Mountains

Der US-Bundesstaat Idaho befindet sich im Nordwesten der USA und grenzt im Norden an Kanada an. Idaho trägt den Beinamen "Gem-State", wird in den USA aber auch als "Kartoffel-Staat" bezeichnet. Im Süden von Idaho gibt es weite Ebenen für die landwirtschaftliche Nutzung. Boise ist die Hauptstadt und die bei weitem größte Stadt im Landwirtschafts- und Bergbaustaat. Auch Gold wurde einst in Idaho geschürft.

Idaho State Capitol in der Hauptstadt Boise
State Capitol von Idaho in Boise

Idaho wird geprägt vom Gebirge der Rocky Mountains und vom Snake River. Der landwirtschaftlich geprägte Bundesstaat der USA befindet sich an der westlichen Flanke der Rocky Mountains. Der höchste Berg des Landes ist der Borah Peak mit einer Höhe von 3.859 Meter. Etwa die Hälfte von Idaho besteht aus Waldgebieten.

Idaho ist reich an verschiedenen Bodenschätzen. Daher spielt der Bergbau eine große Rolle im Bundesstaat. Weitere wichtige Wirtschaftbereiche in Idaho sind die Landwirtschaft, Industrie und der Tourismus. Zahlreiche landschaftlich wertvolle Bereiche und Regionen in Idaho wurden als Schutzgebiete ausgewiesen und wurden damit vor Zerstörung bewahrt.

Landkarte Idaho - Städte, Fernstraßen, Seen und Flüsse

Klicken Sie auf das Bild, um eine größere Darstellung der Idaho-Landkarte zu erhalten.

Wilde Wasser in Idaho

Der durch Idaho fließende Salmon River wird von Sportfans aus aller Welt zum Wildwasser-Rafting und zum Kajakfahren genutzt. Die Region der White Cloud Peaks und das Schutzgebiet "Sawtooth Wilderness Area " eignen sich ebenfalls hervorragend zur Freizeitgestaltung.

Sun Valley und Hells Canyon

Das Sun Valley in Idaho befindet sich zwischen den White Cloud Peaks und der Sawtooth Wilderness Area. An der Westseite von Idaho befinden sich Seven Devils Mountains, ebenso die tiefste Schlucht in ganz Nordamerika, noch tiefer als der Grand Canyon, der Hells Canyon.

See in Kellogg - Silver Valley
Silver Valley nahe Kellog

Dünen und Mondlandschaften

Im Südwesten von Idaho trägt die Natur ein ganz anderes Kleid. So gibt es im "Bruneau Dunes State Park" riesige Sanddünen zu entdecken. Wieder ganz anderes sieht die Landschaft im Schutzgebiet "Craters of the Moon National Monument" aus. Dieses Gebiet, im südlich-zentralen Idaho gelegen, wurde von den Astronauten der NASA als Trainingsstätte für die Mondlandung genutzt. Dort gibt es riesige Lavafelder mit Tunneln und Höhlen.

Wintersport in Idaho

In den gebirgigen Regionen von Idaho ist im Winter der Skisport sehr beliebt. Es gibt sechszehn alpine Skigebiete und mehrere hundert Kilometer an gespurten Loipen. Auch spezielle Snowmobil-Trails wurden ausgewiesen. Im Sommer ist neben dem Wandern und Klettern, das Reiten und Mountainbiking sehr verbreitet.

Die Seen im Norden von Idaho und Schätze der Natur

In Norden von Idaho befinden sich ausgedehnte Nadelholz-Wälder, dazu zahlreiche Seen. Angeln ist dort sehr beliebt und verbreitet. Den weltweit einzigen schwimmenden Golfplatz, findet man nahe der Stadt Coeur d'Alene. Östlich von Coeur d'Alene befindet sich ein sehenswertes Bergbau-Museum .

Castle Peak und Merriam Peak in Idaho
Doppelspitze Castle Peak und Merriam Peak in Idaho

In Idaho befindet sich ein Teilbereich des Yellowstone-Nationalparks mit zahlreichen heißen Quellen. Neben dem Yellowstone-Nationalparks besitzt Idaho mit den "Shoshone Falls" (Wasserfälle) am Snake River ein sehenswertes Highlight der Natur. Die Höhlen "Shoshone Indian Ice Caves" sind sehenswert, ebenso das historische Fort Hall.

Landwirtschaft, Viehzucht und die Folgen

Im Süden befindet sich eine weite, relativ flache Ebene. Der Snake River bewässert diese Region von Idaho. Der Anbau von Kartoffeln ist dort auf riesigen Ackerflächen sehr ausgeprägt. Nachfahren von überwiegend aus Europa und Deutschland stammenden Einwanderern führen dort die landwirtschaftlichen Betriebe. Wassermangel in der Region bereitet jedoch zunehmend Probleme. Zu hohe Wassermengen werden von der Landwirtschaft aus dem Snake River abgeleitet. In heißen Sommern fällt der Snake River auch schon mal teilweise trocken, mit verheerenden Auswirkungen auf die Flora und Fauna der wasserführenden Lebensader. Ein Beispiel ist der Pazifik-Lachs. Durch niedrige Wasserstände und dadurch viel zu warmes Wasser im Snake River, erreichen die Lachse ihre Laichgewässer in Idaho so gut wie nicht mehr. Die Rinderzucht ist im Land sehr verbreitet. Landwirtschaftlich nicht nutzbare Flächen werden meist von großen Schafherden beweidet.